Digitalisierung & Verwaltung
| Stärken | Schwächen |
|---|---|
| - Bereitschaft zur interkommunalen Zusammenarbeit - Fachkräfte in der Verwaltung (Aktuell) |
- Kleinstrukturierte Verwaltung - Digitale Kompetenzunterschiede - Abhängigkeit von ext. Dienstleistern |
| Chancen | Risiken / Verwundbarkeit |
| - Weitere Verbesserung Breitbandversorgung - Interkommunale Synergien |
- Akzeptanzprobleme bei älteren Personen - Altersbedingter Fachkräfteschwund - Cyberrisiken |
Die Digitalisierung bietet große Chancen für ländliche Räume – nicht nur für die kommunale Verwaltung, sondern vor allem für die Bürgerinnen und Bürger. Im Mittelpunkt dieses Handlungsfeldes steht das Ziel, Verwaltung moderner, effizienter und bürgernäher zu gestalten. Digitalisierung und Verwaltung sollen künftig gemeinsam gedacht, systematisch weiterentwickelt und auf die konkreten Bedürfnisse der Bevölkerung ausgerichtet werden.
Ein zentrales Anliegen ist es, durch gemeinsame Aus- und Fortbildungsangebote die Kompetenzen der Verwaltungsmitarbeitenden gezielt zu stärken – insbesondere auch für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger. Damit wird nicht nur die Qualität der Verwaltungsarbeit verbessert, sondern auch sichergestellt, dass Bürgeranliegen kompetent und zügig bearbeitet werden können. Gut ausgebildetes Personal sorgt für eine verlässliche und serviceorientierte Verwaltung.
Die Weiterentwicklung bestehender Fachrunden trägt zur stärkeren Vernetzung der Verwaltungen in den Mitgliedsgemeinden bei. Durch regelmäßigen fachlichen Austausch können Best-PracticeLösungen schneller verbreitet, Doppelarbeit vermieden und einheitliche Standards etabliert werden – ein Vorteil für Bürgerinnen und Bürger, die sich auf vergleichbare Verwaltungsleistungen in allen Gemeinden verlassen können.
Auch das Beschaffungs- und Vergabewesen soll digitalisiert und professionalisiert werden. Durch gemeinsame Beschaffungen und optimierte Vergabeprozesse können Kosten gesenkt und Ressourcen effizienter eingesetzt werden – finanzielle Spielräume, die letztlich der Allgemeinheit zugutekommen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Prüfung gemeindeübergreifender Verwaltungsstrukturen. Diese könnten dort etabliert werden, wo sie zu einer besseren Erreichbarkeit, höherer Fachkompetenz oder kürzeren Bearbeitungszeiten führen – ganz im Sinne einer bürgerfreundlichen Verwaltung.
Im Bereich der digitalen Öffentlichkeitsarbeit sollen neue Kanäle geschaffen und bestehende verbessert werden, um Informationen schneller und zielgerichteter an die Bevölkerung zu bringen. Ob über Social Media, Bürger-Apps oder Newsletter: Bürgerinnen und Bürger profitieren von mehr Transparenz, besserer Erreichbarkeit und einer zeitgemäßen Kommunikation auf Augenhöhe.
Ein besonders wichtiger Baustein ist der Aufbau eines gemeinsamen interkommunalen Krisenmanagements. Die zunehmende Bedeutung von Cybersecurity macht es notwendig, Verwaltungsstrukturen gegen digitale Bedrohungen abzusichern – auch, um den Schutz persönlicher Daten zu gewährleisten. Gleichzeitig wird der Zivilschutz gestärkt, z.B. durch Notfallpläne, Informationsketten und koordinierte Maßnahmen bei Katastrophen. All dies erhöht die Sicherheit und Verlässlichkeit kommunalen Handelns in Krisensituationen – ein spürbarer Vorteil für alle Bürgerinnen und Bürger.
Insgesamt zielt dieses Handlungsfeld darauf ab, Verwaltung und Digitalisierung so zu gestalten, dass sie nicht nur intern effizient funktionieren, sondern auch für die Menschen vor Ort echten Mehrwert schaffen: durch besseren Service, höhere Transparenz, stärkere Sicherheit und mehr Beteiligungsmöglichkeiten.
Entwicklungsziele und Maßnahmen
| Entwicklungsziel | Maßnahmen |
|---|---|
| Digitalisierung und Verwaltung künftig gemeinsam denken | - Durchführung einer Aufgabenkritik mit anschließender Prozessoptimierung - Potenziale der Automatisierung von Verwaltungsprozessen prüfen (Prozesslandkarte) - Potenziale des Einsatzes von KI in der Verwaltung eruieren (z.B. virtueller Mitarbeiter, KI-Suchmaschine, Schnittstelle zu Heimatinfoapp) |
| Ausbau und Weiterentwicklung gemeinsame Aus- und Fortbildung und systematische Qualifizierung von Quereinsteigern | - Durchführung von (BVS-) Seminaren, Fort- und Weiterbildungen in der Region (VHS als Partner) (analog und digital) - Interne Schulungen durch vorhandenes qualifiziertes Personal und interne Vernetzung der Fachkräfte - Hospitation bei anderen ILE-Gemeinden - Austausch mit anderen ILEen zur Erreichung der Teilnehmerzahlen - Akquise eigener Dozenten für Inhouse Veranstaltungen |
| Weiterentwicklung und Erweiterung der bestehenden Fachrunden | - Fortsetzung aller bestehenden Fachrunden - Erweiterung der Fachrunden um die Bereiche Wasser und Abwasser (->gemeinsame Bedarfe und neue Ideen entwickeln - Gemeindeübergreifendes Wissensmanagement (analog Qualitätszirkel) nach dem Vorbild des durchgeführten Workshops „Vollstreckung“ |
| Ausbau Beschaffungswesen zur Kostenreduktion und Planungssicherheit | - Abschluss von Rahmenvereinbarungen (z.B. Laborartikeln, Filterkies, Pellets, Heizöl, Gas, Bürobedarf, …) - Ausbau des gemeinsamen Einkaufswesen zur Nutzung von Potenzialen |
| Ausbau Vergabewesen (thematisch, Stichwort: Nachverhandlungen) | - Prüfung Potenziale bei gemeinsamer Ausschreibung |
| Prüfung und ggf. Etablierung gemeindeübergreifender Verwaltungsstrukturen | - Potenziale der Zusammenarbeite bei der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung prüfen - Einladung Bauingenieur Neuschönau/Mauth zur Vorstellung der dortigen Struktur - IT-Betreuer als möglicher gemeinsamer Mitarbeiter prüfen, Bedarf ermitteln und evtl. Anforderungs- und Aufgabenprofil erstellen |
| Ausbau digitale Öffentlichkeitsarbeit und Reichweite und Sichtbarkeit der ILE erhöhen und Wirkung des Regionalbudgets an die Bürger vermitteln | - Aufbau von Social Media Accounts - ILE-Accounts in den Gemeinde-Apps - Aktualisierung der Website (Relaunch 2026) - Interkommunale Links von Gemeinden zu ILE über Heimat-Info-App und umgekehrt |
| Aufbau gemeinsames Krisenmanagement (Cybersecurity und Zivilschutz) | - Strategieentwicklung festlegen mit dem Ziel einer Resilienz-Steigerung in Kooperation mit der THD zum Thema Cybersecurity - Bevölkerung sensibilisieren für Krisen-/Katastrophenvorsorge |

